Sammlung
Agglo

Das Einkaufszentrum im herkömmlichen Sinne ist eine fensterlose Halle. Sie steht auf der grünen Wiese, nahe der Autobahn, umgeben von riesigen Parkplatzfeldern. Dieser Urtypus scheint heute selten geworden zu sein. Einerseits weil die Platzverhältnisse prekär werden und andererseits weil in Zeiten von Urban Entertainment Centers das Einkaufszentrum mittlerweile viele verschiedene Formen kennt. Wagen wir also mal einen Blick auf die grau-grünen Flickenteppich-Wiesen der Agglo und schauen uns das etwas genauer an.

Seedamm

Center

Ort

Eröffnet

Architekt

Besitzer

 

Geschäfte

Fläche

Besucher

Umsatz

Parkplätze

Pfäffikon SZ

1974

Felix Rebmann

Seedamm

Immobilien AG

48

20 103 m2

8.5 Mio. / Jahr

236 Mio. / Jahr

1500

Gäupark

Ort

Eröffnet

Architekt

Besitzer

Geschäfte

Fläche

Besucher

Umsatz

Parkplätze

Egerkingen SO

2000

unbekannt

Migros, Coop

55

40 470 m2

> 1 Mio. / Jahr

199 Mio. / Jahr

1000

Centre

Chavannes

Ort

Eröffnet

Architekt

Besitzer

Geschäfte

Fläche

Besucher

Umsatz

Parkplätze

Chavannes VD

1992

PFR Architectes

Manor

46

21 583 m2

195 Mio. / Jahr

3.05 Mio. / Jahr

1350

Hinwil Center

Ort

Eröffnet

Architekt

Besitzer

Geschäfte

Fläche

Besucher

Umsatz

Parkplätze

Hinwil ZH

1994

unbekannt

Manor, Jumbo, Coop

25

25 591 m2

3.1 Mio. / Jahr

140 Mio. / Jahr

740

Ikonen

Zu den bekanntesten, grössten und ältesten gehören die

vier Einkaufszentren in dieser Kategorie. Sie wurden allesamt in einer Zeit gebaut, als das Shoppingcenter als Inbegriff

des «modernen Lebensstils» verstanden wurde. Das ist zwar vorbei, doch dass diese Ikonen noch 40 Jahre nach ihrer

Eröffnung gleichermassen bekannt, beliebt und besucht sind, zeugt ohne Zweifel von ihrer alltagskulturellen Bedeutung für die heutige (Konsum-)Gesellschaft. Und von gutem Marketing.

Shoppi Tivoli

Ort

Eröffnet

Architekt

Besitzer

 

Geschäfte

Fläche

Besucher

Umsatz

Parkplätze

Spreitenbach AG

1970

Felix Rebmann

Credit Suisse

(Mehrheit)

> 150

78 376 m2

4.5 Mio. / Jahr

413 Mio. / Jahr

4200

Shoppyland

Ort

Eröffnet

Architekt

Besitzer

Geschäfte

Fläche

Besucher

Umsatz

Parkplätze

Schönbühl BE

1975

Bächtold & Baumgartner

Migros

> 80

48 818 m2

4.4 Mio. / Jahr

320 Mio. / Jahr

1900

Centre Balexert

Ort

Eröffnet

Architekt

 

Besitzer

Geschäfte

Fläche

Besucher

Umsatz

Parkplätze

Vernier GE

1971

Maurer /

Schwarzenbach

Migros

110

55 000 m2

8.5 Mio. / Jahr

417 Mio. / Jahr

2200

Glatt

Ort

Eröffnet

Architekt

Besitzer

 

Geschäfte

Fläche

Besucher

Umsatz

Parkplätze

Pfäffikon SZ

1974

Felix Rebmann

Seedamm

Immobilien AG

48

20 103 m2

8.5 Mio. / Jahr

236 Mio. / Jahr

1500

Hybride

Man pflegt heute einen Lebensstil der Gleichzeitigkeit: E-Mails schreiben während der Zugfahrt, im Coiffeurstuhl Ferien buchen oder Facetime auf der Toilette. Das hat auch der Detailhandel gemerkt. Alle (un-)denkbaren Orte in unserem Tagesablauf werden mit Einkaufsmöglichkeiten angereichert, damit man immer und überall etwas kaufen kann. So erlangen Bahnhöfe, Flughäfen oder Fussballstadien eine zweite Identität und können folglich je nach Situation in erster Linie als Shoppingcenter erfahren werden.

ShopVille

Ort

Eröffnet

Architekt

Besitzer

Geschäfte

Fläche

Besucher

Umsatz

Parkplätze

Zürich ZH

1970

Gebr. Pfister

SBB

190

14 900 m2

450 000 täglich

365 Mio. / Jahr

20 Kurzzeit

Shopping

Raststätte

Ort

Eröffnet

Architekt

Besitzer

Geschäfte

Fläche

Besucher

Umsatz

Parkplätze

Würenlos AG

1972

Marti & Kast

Bovida Real Estate AG

24

7800 m2

2.3 Mio. / Jahr

-

520

Airport Center

Ort

Eröffnet

Architekt

Besitzer

Geschäfte

Fläche

Besucher

Umsatz

Parkplätze

Kloten ZH

2003

diverse

Flughafen Zürich

126

33 200 m2

-

534 Mio. / Jahr

20 300

St. Jakob-Park

Ort

Eröffnet

Architekt

 

Besitzer

 

Geschäfte

Fläche

Besucher

Umsatz

Parkplätze

Basel BS

2001

Herzog & 

de Meuron

Stadion

St. Jakob-Park

50

21 000 m2

2.5 Mio. / Jahr

-

680

Stadt

Das Einkaufszentrum in der Stadt – kein grosser Wider-spruch. Einerseits sind die städtischen Warenhäuser eine Art Vorläufer des Einkaufszentrums auf der Wiese. Und wenn andererseits grössere Liegenschaften frei werden, strebt die Stadtplanung meist eine möglichst diverse Nutzung an. Und mit Blick auf den wachsenden Onlinehandel scheinen Zusammenschlüsse für den Detailhandel Sinn zu machen – ob in Form eines zentral verwalteten Einkaufszentrums oder einer losen Quartierinitiative. Zusammenhalten lautet die Devise!

 

Sihlcity

Ort

Eröffnet

Architekt

Besitzer

 

Geschäfte

Fläche

Besucher

Umsatz

Parkplätze

Zürich ZH

2007

Theo Hotz

Swiss Prime Site,

Credit Suisse

80

42 466 m2

7.3 Mio. / Jahr

340 Mio. / Jahr

850

Sälipark

Ort

Eröffnet

Architekt

Besitzer

Geschäfte

Fläche

Besucher

Umsatz

Parkplätze

Olten SO

2003

Frey Architekten

Giroud Olma

28

13 000 m2

2.7 Mio. / Jahr

365

City West

Ort

Eröffnet

Architekt

 

Besitzer

 

Geschäfte

Fläche

Besucher

Umsatz

Parkplätze

Chur GR

2011

Domenig

Architekten

Domenig

Immobilien AG

43

18 000 m2

-

76.5 Mio. / Jahr

680

Letzipark

Ort

Eröffnet

Architekt

Besitzer

Geschäfte

Fläche

Besucher

Umsatz

Parkplätze

Zürich  ZH

1987

Felix Rebmann

Manor, Coop

55

30 000 m2

4 Mio. / Jahr

200 Mio. / Jahr

1500

Architektur

Dass ein Einkaufszentrum nicht einfach eine fabrikartige Halle auf der grünen Wiese sein muss, haben Architekten, Investoren und Raumplaner mit der Zeit erkannt. Dies veranlasste sie dazu – wenngleich auch mit unterschiedlicher Motivation – die Zentren als architektonische Würfe gestalten zu wollen. Ob aus Gründen des Marketings, des Ortsbildschutzes, der Städteplanung oder der Selbstverwirklichung, lässt sich bloss erahnen.

Sicher ist: Die resultierenden Konsumtempel sind meist ebenso verschieden wie interessant.

Westside

Ort

Eröffnet

Architekt

Besitzer

Geschäfte

Fläche

Besucher

Umsatz

Parkplätze

Bern-Brünnen BE

2008

Daniel Libeskind

Migros

65

23 500 m2

5.4 Mio. / Jahr

214 Mio. / Jahr

1275

Mall of

Switzerland

Ort

Eröffnet

Architekt

Besitzer

Geschäfte

Fläche

Besucher

Umsatz

Parkplätze

Ebikon LU

2017

Burkardt & Partner

Abu Dhabi IA

> 150

65 000 m2

-

-

1600

Schönbühl

Ort

Eröffnet

Architekt

 

Besitzer

 

Geschäfte

Fläche

Besucher

Umsatz

Parkplätze

Luzern LU

1967

Alfred Roth,

Alvar Aalto

Swiss Prime

Site AG

24

6668 m2

1.6 Mio. / Jahr

54 Mio. / Jahr

330

Centro Ovale

Ort

Eröffnet

Architekt

Besitzer

Geschäfte

Fläche

Besucher

Umsatz

Parkplätze

Chiasso TI

2011

Ostinelli & Partners

Centro Ovale SA

1

Outlet

Getreu nach amerikanischem Vorbild entstanden auch hier Outlet Factory Stores, die unverkaufte, letztjährige oder minderqualitative Ware zu Kracher-Preisen feilbieten. Dafür braucht es nicht mehr als einen trockenen, geheizten Ort an gut erschlossener Lage. Keine unnötigen Sitzbänke oder Unterhaltungsangebote. Das Outletcenter ist das pragmatischste aller Einkaufszentren. Hier zählen Preis und Marke. Das Outlet steht symbolisch für die Identifikation der Menschen über den Konsum aber ohne die Bereitschaft,

den vollen Preis dafür bezahlen zu wollen.

Foxtown

Ort

Eröffnet

Architekt

Besitzer

Geschäfte

Fläche

Besucher

Umsatz

Parkplätze

Mendrisio TI

1995

Luciano Molteni

Tarchini Group

160

30 000 m2

3.2 Mio. / Jahr

310 Mio. / Jahr

1200

Outlet Aubonne

Ort

Eröffnet

Architekt

Besitzer

Geschäfte

Fläche

Besucher

Umsatz

Parkplätze

Aubonne VD

2007

unbekannt

Ikea Centre Group

17

16 030 m2

-

-

750

Fashion Fish

Ort

Eröffnet

Architekt

Besitzer

Geschäfte

Fläche

Besucher

Umsatz

Parkplätze

Schönenwerd SO

2005

Sybille Thomke

Tomaro AG

47

14 000 m2

-

-

500

Landquart

Outlet

Ort

Eröffnet

Architekt

Besitzer

Geschäfte

Fläche

Besucher

Umsatz

Parkplätze

Landquart GR

2009

Pascal Hirlé

Via Outlets

90

21 000 m2

-

-

1200

$(function() { var $body = $(document); $body.bind('scroll', function() { // "Disable" the horizontal scroll. if ($body.scrollLeft() !== 0) { $body.scrollLeft(0); } }); });
Sammlung

Agglo

Das Einkaufszentrum im herkömmlichen Sinne ist eine fensterlose Halle. Sie steht auf der grünen Wiese, nahe der Autobahn, umgeben von riesigen Parkplatzfeldern. Dieser Urtypus scheint heute selten geworden zu sein. Einerseits weil die Platzverhältnisse prekär werden und andererseits weil in Zeiten von Urban Entertainment Centers das Einkaufszentrum mittlerweile viele verschiedene Formen kennt. Wagen wir also mal einen Blick auf die grau-grünen Flickenteppich-Wiesen der

Agglomeration und schauen uns das etwas genauer an.

Ikonen

Zu den bekanntesten, grössten und ältesten gehören die

vier Einkaufszentren in dieser Kategorie. Sie wurden allesamt in einer Zeit gebaut, als das Shoppingcenter als Inbegriff des «modernen Lebensstils» verstanden wurde. Das ist zwar vorbei, doch dass diese Ikonen noch 40 Jahre nach ihrer Eröffnung gleichermassen bekannt, beliebt und besucht sind, zeugt ohne Zweifel von ihrer alltagskulturellen Bedeutung für die heutige (Konsum-)Gesellschaft. Und von gutem Marketing.

Hybride

Man pflegt heute einen Lebensstil der Gleichzeitigkeit:

E-Mails schreiben während der Zugfahrt, im Coiffeurstuhl Ferien buchen oder Facetime auf der Toilette. Das hat auch der Detailhandel gemerkt. Alle (un-)denkbaren Orte in unserem Tagesablauf werden mit Einkaufsmöglichkeiten angereichert, damit man immer und überall etwas kaufen kann. So erlangen Bahnhöfe, Flughäfen oder Fussballstadien eine zweite Identität und können folglich je nach Situation in erster Linie als Shoppingcenter erfahren werden.

Stadt

Das Einkaufszentrum in der Stadt – kein grosser Widerspruch. Einerseits sind die städtischen Warenhäuser eine Art Vorläufer des Einkaufszentrums auf der Wiese. Und wenn andererseits grössere Liegenschaften frei werden, strebt die Stadtplanung meist eine möglichst diverse Nutzung an. Und mit Blick auf den wachsenden Online-handel scheinen Zusammenschlüsse für den Detailhandel Sinn zu machen – ob in Form eines zentral verwalteten Einkaufszentrums oder einer losen Quartierinitiative. Zusammenhalten lautet die Devise!

 

Architektur

Dass ein Einkaufszentrum nicht einfach eine fabrikartige Halle auf der grünen Wiese sein muss, haben Architekten, Investoren und Raumplaner mit der Zeit erkannt. Dies veranlasste sie dazu – wenngleich auch mit unterschiedlicher Motivation – die Zentren als architektonische Würfe gestalten zu wollen. Ob aus Gründen des Marketings, des Ortsbildschutzes, der Städteplanung oder der Selbst-verwirklichung, lässt sich bloss erahnen. Sicher ist: Die resultierenden Konsumtempel sind meist ebenso verschieden wie interessant.

Outlet

Getreu nach amerikanischem Vorbild entstanden auch

hier Outlet Factory Stores, die unverkaufte, letztjährige oder minderqualitative Ware zu Kracher-Preisen feilbieten. Dafür braucht es nicht mehr als einen trockenen, geheizten Ort an gut erschlossener Lage. Keine unnötigen Sitzbänke oder Unterhaltungsangebote. Das Outletcenter ist das pragmatischste aller Einkaufszentren. Hier zählen Preis und Marke. Das Outlet steht symbolisch für die Identifikation der Menschen über den Konsum aber ohne die Bereitschaft, den vollen Preis dafür bezahlen zu wollen.